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1/30/2013

FW-OUTFITS

Auch wenn die Mehrheit der von mir geschossenen Fotos an Rufmord grenzt und sich mir der Magen umdrehte, als ich eine schiere Ausgeburt an Gesichtsentgleisungen und falschen Persektiven (Kopf größer als die Beine etc.) mit meinen Outfits über Lesmads & Co verteilt vorfand, habe ich hier vier äußerst akzeptable Shots für euch herausgepickt. Die ersten drei stammen übrigens von lovely Caro von La dolce fashion vita, die immer eine witzige und willkommene Abwechslung zum sonstigen Brei darstellt. Trotz der bitteren Kälte gaben sich auch die mit I-Phones bepackten Mädels von fashionfreax alle Mühe, jedes Outfit abzulichten, jedoch eben in I-Phone-Qualität. Dennoch will ich euch mein drittes Outfit (Bild 4) nicht vorenthalten. Augenscheinlich hatte am Freitag, dem letzten Tag des Permanent-Socializens, keiner mehr Bock, seine Blogger-Lumix auszupacken, oder mein Outfit war einfach beschissen. Wie dem auch sei: Kein Outfitbildchen zu Tag 4.

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Tho most of the photos I found of me were abnormally awful, I want to show you the four nice ones. The first three were shot by Caro from La dolce fashion vita and the fourth by fashionfreax. 

Fur coat: Vintage
Shirt: Tata Christiane
Leggins: Vintage
Boots: Zara 
Bag: Edina Ronay


Mink fur stole: Regina Pelze Nürnberg
Glitter T-Shirt: Vintage
Oversize Cardigan: COS
Pants (looking like a goddamn skirt...): Cheap Monday
Patent leather shopper: Edina Ronay
Shoes: Chapman & Moore

Fox fur jacket: vintage
Fox fur stole: Regina Pelze
Blazer: Blacky Dress
Shirt: Tata Christiane
Pants: H&M
Boots: Zara
Patent leather shopper: Edina Ronay

Max Bonheur

1/19/2013

VLADIMIR KARALEEV @ MBFW BERLIN

In dem aus allen Nähten platzenden Zelt der Mercedes Benz Fashion Week präsentierte der gebürtige Bulgare Vladimir Karaleev gestern Abend seine Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion. Schön fand ich, dass auch Herrenmodelle gezeigt wurden, darunter Blousonjacken und fast "kleid-artige" Mäntel mit leuchtend blauen PVC- und Lack-Einsätzen. Asymmetrische Schnitte mit aufwendigen Drapierungen fanden in der Kollektion ebenso Platz wie Karaleevs berühmte unversäumte Kanten. Traumhaft schön fand ich außerdem die zahlreichen Cut-Outs mit "See Through"-Effekt. Außerdem wurde zum ersten Mal alles in einer Show vereint: Legere Outfits wie bspw. Stoffhosen in Kombination mit Kaschmirpullovern, bis hin zur ganz großen Abendrobe als Blickfang auf dem Roten Teppich.

Da meine Kamera sich pünktlich zu Beginn der Show verweigerte, auch nur noch ein anständiges Bild zu schießen, setze ich euch hiermit das offizielle Video zur Show vor. Was sind eure Lieblingslooks?



Max Bonheur

1/17/2013

DIETRICH EMTER @ MBFW BERLIN

Von Hieronymus Bosch, einem Maler des 15. Jahrhunderts inspiriert, zeigte Dietrich Emter heute im Studio des Mercedes Benz Zeltes am Brandenburger Tor seine Kollektion für den kommenden Herbst und Winter. Wie auf den Gemälden von Bosch tümmelten sich auch auf einigen gezeigten Stücken (buchstäblich) sagenhafte Motive von Teufeln, Heiligen, Tier-Mensch-Zwittern, Dämonen, Kobolden und anderem Bizarren.

Die Models traten langsam, bedächtig und eindringlich heran. Windgeräusche wurden von elektronischer Musik abgelöst. Unifarbene knielange Kleider erscheinen in eisigem Hellblau oder Grau, auf einem sandfarbenem Bleistiftrock sehen sich zwei gigantische gelbe Vögel, beide mit Schild und Schwert gewappnet, in die Augen. Darauf folgen wieder eher schlichte Stücke wie eine braune Lederleggins mit dazu passender Jacke, oder ein schwarzer Wollmantel mit Pelzkragen. Zu einem grauen Fellmantel kombiniert Dietrich Emter eine schmal geschnittene 7/8-Hose mit Krokodil-Prägung. Bei einem schokobraunen Kleid naht ein weiter Aha-Effekt: Zunächst meint man, dass man auf ein Muster aus Farbspritzern blicken würde. Dabei tümmeln sich auch hier wieder Dämonen und andere eigenartige Wesen. Ein weiteres Lieblingsstück stellte für mich ein schwarzer gepatchter Lederrock dar, der zu einem Cape mit unfassbar breitem Pelzbesatz getragen wurde. Den krönenden Abschluss stellte ein pompös-majestätisches tannengrünes Wollcape mit Fuchspelz-Kapuze dar, das allein von der Form aus betrachtet etwas Märchenhaftes versprühte. Die offen und wellenartig geschnittenen Kanten zeigen die Richtung der fallenden Seelen an: Es geht nach unten.

Seltenst habe ich eine derart gut konzipierte und ebenso adäquat umgesetzte Kollektion gesehen, die wohl niemand so schnell vergessen wird. Meiner Meinung schaffte Dietrich Emter es heute, eine perfekte Brücke von eindringlicher, erschlagender Extravaganz zu tragbarer Eleganz zu schlagen.






Max Bonheur.