Follower

Posts mit dem Label F/W 13/14 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label F/W 13/14 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

1/19/2013

MIRANDA KONSTANTINIDOU @ MBFW BERLIN

Bei der heutigen Show von Miranda Konstantinidou fühlt man zur Abwechslung des ganzen grau-schwarzen Einheitsbreis eine sommerliche Frische aufkommen und meint, die Schweißausbrüche kämen nicht vom ohne Maß überheizten Zelt, sondern von einem Strand, an dem schöne Frauen in wehenden, teils auch hautengen, bunten und experimentellen Stücken vorbeiziehen. Eine exotisch-erotisch anmutende Kollektion, die einen willkommenen Kontrast zu den anderen Shows darstellt und sich durch die Vielfalt an Formen und Farben deutlich absetzt. Entspannt tauchte ich ein in dieses Parallel-Universum, das weder Leder-Leggins, Samthosen, Spike-Studs oder transparente Ärmel enthielt. Meiner Meinung nach zeigte Miranda Konstantinidou durch mit Steinen besetzte Brillen, opulente Drucke als auch durch all die gar nicht winterlichen Farben, dass sie keinen Wert darauf legt, im Meer aktuellen Trends (was auch immer das heutzutage noch bedeuten mag...) mit zu schwimmen. Stattdessen offenbaren ihre Kollektionen eine eigene Welt. Und genau das fehlt mir bei den meisten Labels. 

At today's show by Miranda Konstantinidou I felt a summerbreeze, in contrast to the gray/black pablum. Beautiful models wore floating, partly very tight, colorful and experimental clothes. An erotic-exotic collection, which is a more than welcome contrast to the other shows and differs due to all the colors, shapes. It was a special parallel-universe without leather leggins, velvet pants, spike studs or see through sleeves. Therefore Miranda Konstantinidou showed in my opinion that she's not caring at all about current trends (whatever this actually means today...). Instead her collection showed her own world. And that's what I missed at most labels.





Max Bonheur.

ZOE ONA @ MBFW BERLIN

Heute zeigte Andrada Ona mit ihrem Label "Zoe Ona", das sie nach ihrer Tochter benannte, eine Luxus versprühende Kollektion im Mercedes-Zelt. Die verwendeten Stoffe wie bspw. Seide, Kaschmir, Pelz wurden in ungewöhnlichen und dennoch angenehmen Farbkompositionen gezeigt. Zusätzlich gab eine kleine Live-Einlage der Show das gewisse Etwas. Im Vordergrund stand Patching: Seide wurde in Verbindung mit  Grobstrick gezeigt, Leder mit Jersey, Chiffon mit Kaschmir. Obwohl Farben, Formen und Stoffe wild durcheinander auftauchten, fügte sich alles zu einer Wohltat für das Auge und zu einer homogenen Kollektion zusammen.


Today Andrada Ona showed a luxury spreading collection of her label "Zoe Ona", named after her daughter, in the tent of  Mercedes Benz. The fabrics like silk, cashmere, fur were shown in unsual color compositions. Furthermore there was a little life gig which gave that certain something. The main theme of the show was fabric-blocking: silk was patched with chunky knit, leather with jersey, chiffon with cashmere. Although there were all colors, silhouettes and fabrics mixed together it all fit into one amazing and homogenous collection.






Noch mehr Bilder gibt's auf Styleranking

Max Bonheur.

1/17/2013

DIETRICH EMTER @ MBFW BERLIN

Von Hieronymus Bosch, einem Maler des 15. Jahrhunderts inspiriert, zeigte Dietrich Emter heute im Studio des Mercedes Benz Zeltes am Brandenburger Tor seine Kollektion für den kommenden Herbst und Winter. Wie auf den Gemälden von Bosch tümmelten sich auch auf einigen gezeigten Stücken (buchstäblich) sagenhafte Motive von Teufeln, Heiligen, Tier-Mensch-Zwittern, Dämonen, Kobolden und anderem Bizarren.

Die Models traten langsam, bedächtig und eindringlich heran. Windgeräusche wurden von elektronischer Musik abgelöst. Unifarbene knielange Kleider erscheinen in eisigem Hellblau oder Grau, auf einem sandfarbenem Bleistiftrock sehen sich zwei gigantische gelbe Vögel, beide mit Schild und Schwert gewappnet, in die Augen. Darauf folgen wieder eher schlichte Stücke wie eine braune Lederleggins mit dazu passender Jacke, oder ein schwarzer Wollmantel mit Pelzkragen. Zu einem grauen Fellmantel kombiniert Dietrich Emter eine schmal geschnittene 7/8-Hose mit Krokodil-Prägung. Bei einem schokobraunen Kleid naht ein weiter Aha-Effekt: Zunächst meint man, dass man auf ein Muster aus Farbspritzern blicken würde. Dabei tümmeln sich auch hier wieder Dämonen und andere eigenartige Wesen. Ein weiteres Lieblingsstück stellte für mich ein schwarzer gepatchter Lederrock dar, der zu einem Cape mit unfassbar breitem Pelzbesatz getragen wurde. Den krönenden Abschluss stellte ein pompös-majestätisches tannengrünes Wollcape mit Fuchspelz-Kapuze dar, das allein von der Form aus betrachtet etwas Märchenhaftes versprühte. Die offen und wellenartig geschnittenen Kanten zeigen die Richtung der fallenden Seelen an: Es geht nach unten.

Seltenst habe ich eine derart gut konzipierte und ebenso adäquat umgesetzte Kollektion gesehen, die wohl niemand so schnell vergessen wird. Meiner Meinung schaffte Dietrich Emter es heute, eine perfekte Brücke von eindringlicher, erschlagender Extravaganz zu tragbarer Eleganz zu schlagen.






Max Bonheur.

1/16/2013

ANJA GOCKEL @ MBFW BERLIN

Heute, am zweiten Tag der Fashion Week Berlin, präsentierte Anja Gockel ihre herausragende neue Kollektion "Woman I am" für den nächsten Herbst und Winter. Seit Montag kursierte das Gerücht, dass eines der Models ein Mann sei, allerdings konnte ich während und nach der Show nicht des Rätsels Lösung finden. Was mir aber gleich bewusst wurde, war die gar nicht gängige Auswahl an Models: ein über und über tätowiertes Model, teils auch Models ohne die absonderlichen Size Zero Maße. Besonders gefiel mir auch, dass die Stücke in mannigfachen und sehr sinnlichen Farben wie z.B. Dunkelgrün, Senfgelb, Dunkelorange erstrahlten und dadurch keineswegs wieder das mich allmählich zu Tode langweilende Schwarz die Kollektion dominierte. 

Today on the second day of Berlin Fashion Week Anja Gockel presented her amazing new collection "Woman I am" for next F/W. Since Monday there had been rumors about one model being a man although I couldn't find one. But what I noticed immediately was the special choice of models: one was tattooed all over, only very few had size zero. What I also liked especially were the intensive colors of Anja Gockel's F/W 13/14 collection, because black started boring me to death. 







Max Bonheur.

1/15/2013

SOPOPULAR @ MBFW BERLIN

Die Studio-Präsentation des Berliner Labels SOPOPULAR begeisterte uns diese Saison wieder durch schlichte Eleganz mit besonderen Akzenten, wie z.B. Nieten an Hosen, Ärmeleinsätze aus Leder, versetzte Reißverschlüsse an Jacken und Handschlaufen. Wie bereits zu vermuten gewesen wäre, war die Kollektion  überwiegend in dezentem Schwarz, Oliv und Anthrazit gehalten. Mein Lieblingsstück sind eindeutig die kampflustig anmutenden Handschlaufen. Wir freuen uns schon auf die nächste Show dieses einmaligen Labels!

---

Today's studio presentation of the Berlin based label SOPOPULAR again managed it to wow me with clean elegance with special details like studs on pants, leather sleeves, misplaced zippers and hand nooses (which were my favorite pieces). Like one could have guessed the F/W 13/15 collection is  largely held in restrained black, olive and charcoal grey. We're already looking forward to the next presentation of this unique label!







MORE about Sopopular. HERE's the FB Site.

Max Bonheur.

LENA HOSCHEK @ MBFW BERLIN

Das Entrée der Mercedes Benz Fashion Week war in meinem Falle die Show von Lena Hoschek.
Zu Balkan-Musik präsentierte sie heute ihre neue Kollektion für Herbst/Winter 2013/2014 im Zelt am Brandenburger Tor.
Hochgeschnürte Lederstiegel im Punkstil wurden zu verspielt-femininen Kleidern kombiniert, was meiner Meinung nach einen attraktiven Stilbruch hervorrief. Als Accessoires wurden unter anderem wunderschön  floral gestaltete Tücher als auch Bubikragen verwendet. Die Farben changierten zwischen Rot, Erd-Tönen, Gold, Weiß und Schwarz. Ein weiterer spannender Bruch entstand durch die Verwendung verschiedener Stoffe wie z.B. Seide, Spitze und Baumwolle.





Lena Hoschek
Mehr Infos zum Label und zur Designerin: hier

Max Bonheur.