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1/19/2013

DAWID TOMASZEWSKI @ MBFW BERLIN

Die finale Show im Zelt der Fashion Week wurde von Dawid Tomaszewski mit einer gänzlich in Schwarz gehaltenen Kollektion gestaltet. Farbliche Akzente setzte er mittels bronze-farbenener Gürtel und Besätze. Ebenso bot die Kollektion durch Latex-Leggins, einen Lack-Mantel mit abgesetzten Partien und ein semi-transparentes Bustierkleid aus einem gehäkelt wirkenden Stoff einen fetischistisch angehauchten Einstieg. Fast den ganzen Arm umschließende  Handschuhe mit einer genauso viel Haut zeigenden Optik und ausgestanzt wirkenden Mustern verdeutlichen dies durchweg. Besonders ins Auge fiel mir ein bodenlanges Kleid mit spitz zulaufendem, aufwendig drapiertem Kragen, von dem aus hunderte Fransen bis Knielänge fielen. Den kolossalen Abschluss schuf Tomaszewski durch einen enorm grob gestrickten Mantel mit exorbitantem Kunstblumen-Kragen. Die Silhouette wurde zusätzlich durch ungewöhnlich tief sitzende Handschlitze transformiert. 
Insgesamt stellte die Kollektion für mich einen beeindruckenden Abschluss der Fashion Week dar. Nur verabschiedete sich leider meine Kamera während der Show, da sie wahrscheinlich nach viertägiger Dauerbelastung genug hatte. Deshalb könnt ihr alles ganz genau im offiziellen Video sehen:

Last night the final show of MBFW Berlin was done by Dawid Tomaszewski with a completely black collection. Color contrasts were bronze colored belts and borders. Showing latex leggins, a patentleather coat and a semi transparent bustier dress of a crocheted fabric the collection seemed a bit fetishistic. Underlining this Tomaszewski used almost arm long gloves with a similar crocheted pattern. What striked the eye was a gown with a peaked ending collar, from where hundreds of fringes fell to kneelength. The impressing finale was a very chunky knit coat with a huge plastic flower collar. The silhouette was transformed by exceptionally deep hand slits. 
All in all the collection was an impressing ending of MBFW. Unfortunately my camera died during the show, probably because of a four day long marathon. That's why you have to take a look at the official video:

Und hier in Bildern:





Max Bonheur.

VLADIMIR KARALEEV @ MBFW BERLIN

In dem aus allen Nähten platzenden Zelt der Mercedes Benz Fashion Week präsentierte der gebürtige Bulgare Vladimir Karaleev gestern Abend seine Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion. Schön fand ich, dass auch Herrenmodelle gezeigt wurden, darunter Blousonjacken und fast "kleid-artige" Mäntel mit leuchtend blauen PVC- und Lack-Einsätzen. Asymmetrische Schnitte mit aufwendigen Drapierungen fanden in der Kollektion ebenso Platz wie Karaleevs berühmte unversäumte Kanten. Traumhaft schön fand ich außerdem die zahlreichen Cut-Outs mit "See Through"-Effekt. Außerdem wurde zum ersten Mal alles in einer Show vereint: Legere Outfits wie bspw. Stoffhosen in Kombination mit Kaschmirpullovern, bis hin zur ganz großen Abendrobe als Blickfang auf dem Roten Teppich.

Da meine Kamera sich pünktlich zu Beginn der Show verweigerte, auch nur noch ein anständiges Bild zu schießen, setze ich euch hiermit das offizielle Video zur Show vor. Was sind eure Lieblingslooks?



Max Bonheur

ANNE GORKE @ MBFW BERLIN

- HIGH END ECO MEETS BAUHAUS

Das ist das Motto der noch sehr jungen Anne Gorke, deren gleichnamiges Label in Weimar entstand. Schande über mein Haupt, jedoch musste ich tatsächlich, als ich mich vorher über Anne Gorke informierte, beim Begriff "Öko-Mode" ein bisschen an bisher Gesehenes, ganz und gar nicht Tolles denken. So war Öko-Mode für mich keine Mode, sondern ein geschmackloser Hype, der sich mit bunten Grobstrick-Armstulpen, Fairtrade-Leinenrucksäcken und orangen XXL-Wollmänteln seinen Weg durch den Prenzlberg und allmählich bereits durch Pankow bahnte. Vom Gegenteil konnte mich gestern Anne Gorke mit ihrer Runway-Show im Mercedes Benz Zelt überzeugen. Klare, moderne Schnitte wurden mit unterschwellig sexistisch angehauchten Looks kombiniert. Dass die ganze Linie in Deutschland hergestellt wird (wie alle anderen Stücke von Anne Gorke allgemein), unterstreicht den Wert des Labels und der Kollektion obendrein.

That's the theme of the very young Anne Gorke, who created her same named label in Weimar. Shame on me but I have to admit that when I read "eco-fashion" I had to think about everything I knew about it: it wasn't fashion to me, but a tasteless hype, which went through vegan shops with wrist warmers, fairtrade linen backpacks and orange oversized wool coats. Anne Gorke convinced me of the opposite with her runway show. Strict, modern silhouettes were combined with subliminal sexistic looks. What underlines the value of the label and the collection is that it's completely produced in Germany.




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Max Bonheur